Sonntag, 15. Juli 2012

verloren

Sie schreien, die verlorenen Seelen,
ireen rastlos und einsam durchs Nichts.
Die versprochene Belohnung bleibt aus,
und alles wird nichts.
Sie ireen durch die schwarze Kälte,
blind, taub, stumm,
ihrer Sinne beraubt.
Sie können nicht mehr denken,
und doch spüren sie,
dass ihre Existenz verging.
Und sie sehnen sich nach Leben,
egal wie schrecklich es doch sei,
doch kein Schritt kann diese Spalte überwinden.
Und sie irren umher,
Jahrhunderte, ohne es zu spüren,
und doch spüren sie,
dass es aus dieser Hölle kein entkommt gibt,
denn sie haben die Welt verlassen,
ohne über das Ende nachzudenken.

Tommy Böhmer (Juli 2012)


Dieses Gedicht dreht sich um meine Vorstellung vom Tod, da ich mir keinen Himmel vorstellen kann. Sollte also die Wiedergeburt nicht sein dann ist Nichts. Da ich mir aber nicht vorstellen kann, dass unser Bewusstsein schwindet, glaube ich, das man irgendwie doch merkt das man Tod ist und dass das das Schrecklichste der Welt ist...

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